Börsenbrief ChartTec.de

.: Aktienanalysen
Stehen wir vor einem Ausbruch? - Nach meiner letzten Analyse hat McDonald's erwartungsgemaess korrigiert und das 38,2% Retracement wurde fast erreicht. Etwas unter meinem damaligen Kursziel hat sich ein Boden gebildet und der Widerstand bei rund 72,- US$ wurde schon wieder fast erreicht. Ich koennte mir aktuell durchaus vorstellen, dass die Bullen demnaechst diesen Widerstand hinter sich lassen und in Richtung 80,- US-Dollar aufbrechen. Meine Empfehlung: bei 72,50 US$ ein Stop-Buy setzen und mit einem anschliessenden Stop-Loss bei rund 70,- US$ versuchen die 79,- US$ zu erreichen. [16.04.2010] McDonald's ist im Maerz aus einer groesseren Dreiecksformation (November bis Maerz) nach oben ausgebrochen und konnte den Widerstand bei 65,50 US$ deutlich hinter sich lassen. Mit 69,00 US$ haben wir nun das Kursziel aus der Formation erreicht und eine Korrekturbewegung koennte vor der Tuer stehen. Ein ''pull-back'' bis 65,50 US$ waere aber trendbestaetigend zu werten und kein Problem fuer die zu erwartende langfristige Aufwaertsbewegung. Ich bleibe also bullish fuer McDonald's. [15.07.2009] McDonald's befindet sich seit dem Tief im Oktober in einer uebergeordneten Dreiecksbewegung. Anfang Juni hatte sich innerhalb des Dreiecks ein neues Top ergeben und seither laeuft eine Korrektur von 61,- US$ auf aktuell rund 56,- US$. Ich kann mir aktuell sehr gut vorstellen, dass McDonald's aus der juengsten Korrekturbewegung nach oben ausbricht und die Bewegung von Juni bis Juli dann sogar zur ''bull-flag'' wird - und dann sollte sogar ein Ausbruch aus der uebergeordneten Dreiecksformation moeglich sein. Fazit: ein Close ueber 59,- US$ sollte auch einen Bruch des Widerstands bei rund 61,- US$ bringen. Der Widerstand bei rund 64,- US$ waere dann nicht besonders heftig, statt dessen duerften die 66,- US$ machbar sein. Das Stop-Loss fuer den ganzen Spass sollte bei 56,- US$ starten und dann zuegig nachgezogen werden. [16.01.2009] McDonald's wurde am Widerstand bei rund 64,- US-Dollar abgefangen und statt einer ''bull-flag'' sehen wir eine Top-Bildung auf der mittleren Ebene. Aktuell stehen wir bei rund 56,50 US-Dollar und das 38,2% Retracement muss nun seine Staerke beweisen. Ich bin sehr skeptisch und wuerde die Chart-Situation als ''neutral'' mit deutlichen(!) Tendenzen zu einem ''bearish'' bezeichnen.
Aktienanalysen
RWE [25.07.2010]
Sehen wir endlich einen Boden? - Kann sich RWE bei 52,- Euro endlich fangen? Die Aktie ist in relativ kurzer Zeit von 69,- Euro auf 52,- Euro eingebrochen und aktuell kommen wir nun in die Naehe der Unterstuetzung von Juli 2009. In der vergangenen Woche konnten sich die Kurse an dieser Linie schon leicht nach oben abstossen, auf der sicheren Seite sind die Bullen aber noch lange nicht! Fuer eine moegliche Bodenbildung benoetigen wir unbedingt Kurse ueber 56,- Euro und die sind aktuell noch nicht in Sicht. Wer also unbedingt auf eine Bodenbildung spekulieren will muss die 56,- Euro, am besten auf Schlusskursbasis, abwarten. [28.08.2009] RWE konnte in der vergangenen Woche den Widerstand am 38,2% Retracement brechen und ueber die 61,- Euro ansteigen. Am 50,0% Retracement (rund 66,- Euro) sind nun leichte Irritationen moeglich, anschliessend erwarte ich einen Durchmarsch ueber die 70,- Euro hinaus: die Bewegung zwischen Oktober und Juli hat etwas von einer inversen Schulter-Kopf-Schulter und ich traue den Bullen den Bruch der Nackenlinie um die 70,- Euro zu! Ich empfehle einen Kauf mit einem Stop-Loss bei rund 60,- Euro mit einem Kursziel deutlich ueber 70,- Euro.
Eigentlich bearish, oder doch nicht? - Was passiert denn da bei Dell gerade??? Mitte Juni haben wir einen Ausbruch nach unten gesehen und die Unterstuetzungslinie bei rund 12,75 US$ wurde durchbrochen. Doch bereits bei 11,50 US$ wurden die Baeren aufgehalten und die Bullen meldeten sich zurueck. Waere diese Aufwaertsbewegung bis etwa 13,50 US$ gelaufen haette ich gesagt: das ist ein ''pull-back''. Dass aber tatsaechlich die 14,00 US-Dollar erreicht wurden passt nun ueberhaupt nicht mehr in's bearishe Bild und laesst mich etwas stutzen. Sind die Bullen zurueck und wir haben einen Fehlausbruch gesehen? Da die Maerkte zur Zeit insgesamt etwas sprunghaft sind wuerde ich diese Alternative nicht ganz ausschliessen - auch wenn die bearishe Indikation klar die favorisierte ist. Nach der klassischen Charttechnik muesste DELL bis mindestens 10,50 US$ zuruecklaufen! [18.05.2010] Bei Dell sehe ich derzeit ein grosses Fragezeichen: schaffen die Bullen den Bruch des Widerstands bei rund 17,50 US$ oder koennen die Baeren mit einem Bruch der Unterstuetzung bei rund 12,50 US$ ein Doppeltop mit einem Kursziel bei rund 10,50 US$ erzwingen? Die Bewegung seit Februar 2010 ist positiv, der Ausbruchsversuch Ende April ist aber gescheitert. Meine Empfehlung: sollten wir einen Schlusskurs unter 13,50 US$ sehen (-> 1/2 Short-Position aufbauen) duerfte auch die Unterstuetzung bei 12,50 US$ fallen (-> 1/2 Short-Position aufbauen!) Auf der anderen Seite koennte man einen Schlusskurs ueber 18,00 US$ nutzen um long zu gehen. Eine Prognose kann ich nicht abgeben, die genannten Signale sollte man aber nutzen.
bull-flag oder Doppel-Top? - Eine beeindruckende Rallye hat Dialog Semiconductor bis April hinter sich gebracht: die Aktie stieg in der juengsten relevanten Bewegung von 1,05 Euro auf 13,37 Euro an. Dann folgte jedoch eine Halbierung der Kurse in nur knapp zwei Monaten und das 50,0% Retracement wurde fast erreicht. Seit Juni konnte sich die Aktie nun wieder berappeln und auf rund 11,- Euro ansteigen. Aktuell sieht es so aus, als wuerden die Bullen einen zweiten Angriff auf die 13,50 Euro wagen und es waere duchaus moeglich, dass sich die Bewegung zwischen April und Juni als bull-flag heraustellt. Mit einem Stop-Buy bei 13,50 Euro koennte man versuchen einen dann zu erwartenden Anstieg bis 17,- Euro mitzunehmen. Das Stop-Loss waere in diesem Fall bei 13,00 Euro zu platzieren.
Aktienanalysen
Bechtle [22.07.2010]
Wird eine bull-flag erzwungen? - Die Aktie konnte sich in der juengsten relevanten Bewegung von 10,98 Euro auf 25,80 Euro verbessern und so auf eine beeindruckende Rallye zurueckblicken. Zwischen April und Juli liefen die Kurse dann jedoch bis an das 38,2% Retracement zurueck und die Ueberhitzung konnte sich etwas abkuehlen. In der vergangenen Woche haben die Bullen nun eine lange weisse Kerze erzwungen, die einen erneuten Angriff auf den Widerstand bei rund 26,- Euro ankuendigen koennte. Sollten die Bullen diesen Angriff erfolgreich abschliessen, d.h. ein Close ueber 26,- Euro erzwingen, wuerde ich davon ausgehen, dass die 30,- Euro erreicht und ueberschritten werden. Ein Stop-Buy-Auftrag bei 26,- Euro kann also in den Markt gelegt werden, das erste Stop-Loss sollte dann um die 22,- Euro liegen.

 
.: Börsenforum

.: Neue Funktionen
Ich habe heute die Seite mein-boersenspiel.de in die Public-Beta-Phase gebracht. mein-boersenspiel.de kennt derzeit unlimitierte Kauf- und Verkauforders, zusaetzlich koennen Stop-Loss-Orders abgegeben werden. Gehandelt werden derzeit die Aktien aus dem DAX, TecDAX und EuroSTOXX und man kann, sofern man will, auch mehrere Spieldepots fuehren.Weitere Funktionen werden rasch hinzugefuegt, vorallem die Limitarten Stop-Buy und Market sind bald verfuegbar. Zudem sollen natuerlich auch die Aktien aus DOW JONES und NASDAQ-100 bald handelbar sein.An einer Besonderheit arbeite ich gerade noch: es soll die Moeglichkeit geben Orders per Mail einzustellen. Wer mit einem selbstprogrammierten Handelssystem arbeitet kann also das Musterdepot via Mail an das Handelssystem anhaengen.mein-boersenspiel.de ist natuerlich vollstaendig kostenlos! -
Xing gehoert sicherlich zu einer der bekanntesten Seiten im deutschen Internet. Ich habe mir nun ueberlegt, dass ich ganz gerne eine Art Xing nur fuer Trader in's Leben rufen will. Herausgekommen ist die Seite trading-club.deMan kann hier- eigene Blogs betreiben- Interessengruppen einrichten und in jeweils eigenen Foren diskutieren- Private Nachrichten austauschen- Photo-Alben hochladen und Bilder kommentieren- Chatten (oeffentlich oder unter vier Augen)- und das Ganze ist natuerlich kostenlos und unverbindlich moeglich!- ... und es macht echt Spass! Gestern haben sich innerhalb kuerzester Zeit, dank der Unterstuetzung der User meines Boersenforums (und dort einer ganz speziellen Freundin im speziellen: vielen Dank dafuer!) ueber 70 Benutzer angemeldet.Ich wuerde mich nun sehr freuen, wenn ich auch Sie dort als Benutzer begruessen koennte. Ein allgemeiner Tipp zu Communities dieser Art: niemand wird gezwungen mit seinem echten Namen aufzutreten! Es bringt auch keinen Vorteil, den Usernamen vom Boersenbrief zu verwenden, also lieber einen anderen Usernamen ausdenken! -
Bitte beachten Sie, dass das Morning-Briefing in der Woche vom 14.04. bis 17.04. auch ohne Abonnement lesbar ist. -
Heute frueh wurde die Mail bezgl. des Morning-Briefings doppelt verschickt: einmal im alten Format (nur DAX-Analyse) und einmal im neuen Format (inkl. Prognosen etc.)Ich benoetige bei einer Fehlersituation (z.B. ''neue Mail nicht erhalten'', ''neues Mail nicht lesbar'') ein kurzes Feedback. Aber auch sonst wuerde ich mich ueber Feedback freuen.Mir selbst ist z.B. schon aufgefallen, dass die Spalte links bei manchen Mailprogrammen nicht durchgaengig blau ist. ;-) -
Ich hatte vor einiger Zeit im taeglichen Morning-Briefing kleine Symbole mit dem von mir erwarteten Trend eingefuehrt. So ist auf den ersten Blick erkennbar, welche Richtung ich fuer den Chart prognostiziere.Bezueglich der ausgesprochenen Kursziele war nun in der Vergangenheit oft nicht erkennbar, seit wann dieses Kursziel gueltig war, d.h. man konnte zwar nachlesen, dass das Kursziel z.B. bei 1.000,- US-Dollar fuer die Unze Gold liegt, ob dieses Kursziel nun bei 750,- oder bei 930,- US-Dollar festgelegt wurde konnte nicht mehr ohne Weiteres festgestellt werden (ausser man zog z.B. auch die Wochenanalysen zu Rate).Ab sofort werde ich im Morning-Briefing etwaige Kursziele mit dem Datum der ersten Festlegung separat mitfuehren. Die Prognosen werden damit noch transparenter.Am Rande: seit die Wochen- und Montagsanalysen als PDF-Datei angeboten werden erstelle ich auch Kopien fuer ein Langfrist-Archiv. Diese PDF-Dateien koennen unter shop.charttec.net auch einzeln erworben werden. -
 
.: Agrar-Blog
Nachdem die K+S (716200) seit der Aufnahme ins Versuchsdepot ordentlich performt hat, macht es Sinn, die Stoppmarke auf eben unter 40 nachzuziehen. - Vielleicht mag man mich jetzt als Angsthasen bezeichnen, aber Kapitalerhalt ist nach wie vor das oberste Gebot. Und ich gehe nicht davon aus, dass die Boerse die Krise(n) aufgearbeitet hat. Der DAX hat sich zwar praechtig entwickelt, aber das tat er zwischen November und Januar auch. Persoenlich rechne ich demnaechst (was immer das auch heissen mag) mit einem schwungvollen Rutsch unter 4000. Mit etwas Glueck kann sich dann tatsaechlich zwischen 3600 und 4000 ein fester Boden bilden.Ungeachtet dessen ist doch die Zeit, einzelnen Werte zu suchen, die es bei einer Korrektur zu kaufen gilt. Dazu gehoert sicher BASF (515100). Weniger interessant sind seit gestern die Saatgutproduzenten, denn ausserhalb der USA wird es immer schwieriger, Gen manipulierte Saat zu verkaufen. Der kleiner werdende Markt schmaelert die Rendite und schiebt den Break Even der Entwicklung in fernere Zukunft. Die Hersteller von Landmaschinen sollten aber im Fokus bleiben. In diesem Jahr soll es zu einem groesseren Durchbruch bei den GIS-Applikationen kommen. Um nachhaltige Investitionen der Betriebe zu fuehlen, bedarf es aber dringend hoeherer Getreidepreise.Der Rapspreis duempelt ebenfalls auf niedrigem Niveau, wobei hier die Hauptursache in der Besteuerung des Biodiesel zu suchen sein duerfte. Immerhin erholt sich der Oelpreis, der den Rapspreis stuetzen duerfte.[Update 5.5.09]K+S (716200) hat sich praechtig entwickelt und liegt derzeit rund 50% ueber dem Einstiegskurs. Je nach Groesse der Position und der Frage, ob ein langfristiges Investment gehalten werden soll, gibt es nun zwei Moeglichkeiten.Im Falle einer kurzfristigen Gewinnsicherung, die ich in diesen volatilen Zeiten bevorzuge, kann der Stoppkurs auf 45,00 nachgezogen werden. Bei einer groesseren Position (5% des Depots oder mehr) koennen auch Stuecke im Gegenwert des Einstands verkauft werden; der Rest kann dann mit einem Stopp bei 39,50 liegen bleiben. Im Falle eines langfristigen Investments koennte der Stopp auf 34,50 zurueckgenommen werden und flankierend bei einem Kursrutsch unter 39,50 die Position mit Short-Derivaten gesichert werden.[Update 14.5.09]Der Stopp von 45,00 wurde auf Xetra unterschritten, der Wert nach 17:30 Uhr in Frankfurt fuer 45,02 aus dem Versuchsdepot genommen. Es verbleibt ein Gewinn von knapp 50% in zwei Monaten.
Die Maerkte sind nach wie vor so volatil, wie man es sich vor wenigen Jahren eigentlich nicht vorstellen konnte. Da ist es normal, dass der Osterhase, der meine Idee eines Investments in K+S (716200) gefolgt ist, schnell zum Angsthasen mutiert. Fuer das kleine Versuchsdepot habe ich die Stuecke (zugegeben recht gluecklich) fuer 31,80 aufnehmen koennen, so dass sich seit Anfang Maerz ein Kursgewinn von rund 15% verzeichnen laesst. - Hart gesottene Spieler lassen deshalb den Stopp da, wo er ist, aber aengstliche Naturen koennten einen trailing Stopp 10% unter dem heutigen Xetra-Schluss ziehen. So blieben im schlimmsten Fall noch knapp 5%, was anualisiert durchaus akzeptabel ist.Vom Chart sieht K+S eigentlich gut aus. So kann ueber den Tiefstkurs von 27,72 im November und 31,50 im Maerz (bei hohem Volumen) ein kurzfristiger Trend etabliert werden, der am mittelfristigen Abwaertstrend (heute ca. 42,50, faellt ca. 2,50 monatlich) stoppen koennte. Oberhalb von 40,00 kann man Gewinne mitnehmen, die man bei einem Abprall dann bei einer Rueckkehr unter die 40 auch realisieren sollte. Kann der Abwaertstrend gebrochen werden, bleibt kurzfristig Platz bis rund 50,00.Fundamental ist die Lage schwierig, aber nicht hoffnungslos. Der Oelpreis hat ueber $53 geschlossen, was nach der Analyse von Claus eindeutig Bullish bedeutet. Das schuert Hoffnung fuer die Raps-, Soja- und Maisproduktion, die oberhalb von $40-45 eine gewisse Korrelation aufweisen. Somit duerfte der Faktoreinsatz zumindest bei diesen Fruchtarten steigen, was positiv fuer K+S und Konkurrenten ist. Gleichwohl muss beruecksichtigt werden, dass Weizen die primaere Frucht ist.Diese Bewertung duerfte bei den meisten analystenbewertungen noch nicht enthalten sein. Dennoch uebt deren ueberwiegend negatives Votum natuerlich einen gewissen Druck auf die Kursphantasie aus.Bei dem derzeitigen Marktumfeld, wo meiner Meinung nach die 3200 im DAX naeher und wahrscheinlicher als die 5000 sind, empfiehlt sich ein enges nachziehen des Stopps, um das grundsaetzlich primaere Ziel des Kapitalerhalts nicht aus den Augen zu verlieren.
Zwar konnte man mit dem (vor allem) rechtzeitigen Verkauf Kursgewinne sichern, aber in Zeiten sinkender Zinsen und einer am Horizont vermuteten Inflation ist ein hoher Cash-Bestand nicht auf Dauer sinnvoll. - Durch die Umschichtung in ein viertel- oder halbjaehrliches Festgeld im vergangenen September bzw. Oktober konnte man sich noch fuer diese Zeit einen akzeptablen Zins sichern. Nun kann man sich depressiv in die Schmollecke verziehen und das Geld in kurz laufende Renten stecken, oder aber ueberlegen, ob es Lichtblicke geben koennte.Aus meiner Sicht waere ein Investment in K+S (716200) ueberlegenswert. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, um einen Aufschwung im Agrarsektor gut nutzen zu koennen. Im Chart liegt der Kurs derzeit nahe des langfristigen Aufwaertstrends, der bei rund 30 Euro verlaeuft. Kaufen wuerde ich bis maximal 32 Euro, wobei ich einen ersten Stopp bei 26 Euro ziehen wuerde. Das maximale Verlustrisiko fuer die Position laege damit bei rund 22%. Auf der Oberseite gilt es zunaechst einen Widerstand zwischen 45 und 46 Euro zu knacken, bevor das Gap auf Tagesbasis zwischen 51,36 und 51,91 interessant wird. Und ein Gap wird nach meiner Erfahrung fast immer geschlossen.
Die letzte Prognose im November war im Ergebnis nicht ganz falsch und allemal praeziser als die der Politiker oder Banker. Und nachdem der DAX nun fast die 3600 erreicht hat, wird es Zeit, ueber den weiteren Verlauf der Dinge zu sinnieren. - Um in die Zukunft schauen zu koennen, bedarf es zunaechst einer Kristallkugel. Da diese aber in der Regel nicht verfuegbar ist (die Hexen wurden meines Wissens alle verbrannt), hilft vielleicht der Nerowinger: Kausalitaet, Ursache und Wirkung. Und aus der Betrachtung der Vergangenheit laesst sich dann vielleicht etwas fuer die Zukunft ableiten (Trendfolge).Da waere zunaechst die Ursache ''Politische Kaste'', und allen voran die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel. Sie entschloss sich kurz vor Weihnachten nur eines zu tun, naemlich nichts. Alt-Kanzler Gerhard Schroeder sagte man einmal nach, er sei nicht der Kanzler der ruhigen, sondern der eingeschlafenen Hand gewesen. Aber in diesem Tenor muss man sich bei Kanzlerin Merkel fragen, ob nicht vielleicht der ganze Arm eingeschlafen, oder schlimmer noch, amputiert ist. Nein, amputiert war er nicht, denn im Januar bewegte er sich doch. Langsam, spaet, aber er bewegte sich. Leider vollkommen ohne jede Koordination.Es folgte ein Rettungspaket, welches nur dann den Namen zu Recht traegt, wenn damit die Rettung laengst insolventer Kommunen gemeint ist. 50 Milliarden Euro schmiss die deutsche Eiserne Lady in den Topf, damit Kommunen Strassen und Schulen sanieren koennen. Das Dumme daran ist nur, dass aufgrund der in der Verwaltung ueblichen Vorgaenge kaum ein Euro noch in 2009 ausgegeben werden wird. Schlimmer ist aber, dass die Ursache (siehe oben: Kausalitaet) der rein deutschen Krise nicht wirklich erkannt und schon gar nicht bekaempft wurde. Die Banken trauen sich und niemanden. Die Liquiditaet war zum Erliegen gekommen. Wer das ausgetrocknete Flussbett des Rheins von vor ein paar Jahren noch vor Augen hat, kann es sich bildlich vorstellen. Diese mangelnde Liquiditaet hat die (Real-) Wirtschaft ins Straucheln gebracht. So sagt man, Kredite ueber 80 Millionen Euro seinen nicht refinanzierbar, auch nicht bei Prolongationen. Die Kreditklemme.Nun haette man die Wirtschaft einfach mit Liquiditaet versorgen koennen, ohne dass es der Banken bedurft oder den Fiskus viel Geld gekostet haette, indem das Modell der ehemaligen Zonenrandfoerderung kopiert haette. Die juengeren Leser kennen diese Foerderung nicht mehr, deshalb hier nochmal in Kurzform: Ein Unternehmen schreibt in 2009 50% sofort und die normale (progressive) AfA der Anschaffungskosten einer Investition ab, aber investiert erst 2010. Der Effekt duerfte klar sein: Durch die Abschreibung kann ein Grossteil des Gewinns aus 2008 konserviert und fuer anstehende Refinanzierungen verwendet werden, deren externe Finanzierung dann in 2010 erfolgen kann, wenn die Liquiditaetsklemme hoffentlich ueberwunden ist. Und da die Unternehmensteuern nur einen Bruchteil des gesamten Steueraufkommens betragen, waere so der grosse Brocken der Lohn- und Einkommensteuer gesichert gewesen und der Ausfall bei den Unternehmensteuern unter 100 Milliarden gewesen. Schaeffler haette man damit vielleicht nicht vermeiden koennen, aber wohl den wesentlichen Teil der mittelstaendischen Wirtschaft.Und nachdem dann die Bundesregierung nicht nur falsch handelte, nachdem sie endlich handelte, liess die Bundeskanzlerin dann auch noch ein Gesetz zu, dass die Enteignung von Banken zulaesst. Ein fataler Fehler, der das Vertrauen in das deutsche Rechtssystem zu tiefst erschuettert hat. Zwar zielt das Gesetz auf die HRE ab, aber das steht nicht im Gesetz (und kann und darf dort auch nicht stehen). Somit ist das Gesetz auch auf die Deutsche Bank anwendbar, falls Herr Ackermann nicht gefuegiger wird. Meiner Meinung nach sollte die KfW einige Milliarden aufwenden, um die Depfa zu kaufen. Dann koennte man auch die HRE ohne Bauchschmerzen dem Insolvenzverwalter ueberlassen, ohne dass es einen Vertrauensverlust gaebe. Nun ja, Frau Dr. Merkel hat fuer mein Empfinden zu lange in der DDR gelebt.Kausalitaet: Die massive Staatsverschuldung und die Politik der EZB (nicht nur Zinsen, sondern auch das Geldmengenwachstum) werden zu einer massiven Inflation fuehren. Und aus den 70ern wissen wir, dass der Deutsche eine Inflation zwischen 5 und 10% ein paar Jahre aushaelt, ohne wirklich zu murren. Und selbst wenn dieses Szenario nur abgeschwaecht eintreten sollte, so werden die mittel- und langfristigen Anleger von Renten die Verlierer sein. Renten sind aus meiner Sicht allenfalls fuer 24 Monate eine Alternative, Geld zu einem vertretbaren Risiko zu moderaten Zinsen zu parken (abgesehen von der persoenlichen Asset-Allocation, die immer einen Anteil an Renten beinhaltet).Jetzt geht es darum, den Boden zu erkennen. Aber ich befuerchte, wenn Claus auf charttechnischer Basis den Boden erkannt hat, sind die Kurse weit oberhalb des heutigen Niveaus. Das ist nicht zielfuehrend. Nach der heutigen Dynamik (Stichwort: Fette Sau AIG) halte ich es fuer wahrscheinlich, dass auch die 3600 im DAX unterschritten werden. Zuvor duerfen wir uns aber vielleicht (!) ueber einen Baerenmarktralley bis um und bei 4800 freuen (der Spread zeigt schon die Langfristigkeit der Ueberlegung). Der Ausverkauf heute zeigt aber auch wieder das irrationale Handeln der Investoren: Alles wird verkauft: Aktien, Rohstoffe, Renten. Rohoel zum Beispiel verlor heute mehr als 10%. Und einige behaupten, unter 40 $/Barrel sei Oel billig. Dabei wird vergessen, das vor wenigen Jahren Oel in einem wirtschaftlich guten Umfeld bei ueber 30 $ als teuer eingestuft wurde. Aus meiner Sicht ist Oel heute, bei dem weltwirtschaftlichen Szenario verdammt teuer. Dennoch werden einige dieses Niveau nutzen, um Lagerbestaende aufzubauen.Im Agrarsektor bleibt eine weltweite Krise nicht ohne Folgen. Gleichwohl brauchen die Menschen Nahrungsmittel. Und gleichwohl wachsen asiatische Wirtschaften, allen voran China, noch deutlich. Gleichzeitig hat sich die Konkurrenzsituation zwischen Ethanol- und Futtermaisproduktion vor allem in den USA nicht veraendert. Da aber der Break-Even fuer die Ethanolproduzenten bei 40 $ liegt, ist der Kampf der Maerkte um dieses Preisniveau fuer den Agrarsektor entscheidend (zum Vergleich: der Weizenpreis korreliert erst ab ca. 100 $ positiv mit dem Oelpreis). Meines Erachtens wird der Oelpreis nicht nachhaltig unter dieses Niveau sinken.Durch die Drosselung der Oelfoerderung wird aber das Angebot verknappt, was in ein paar Jahren neben der Geldmengenausweitung zur Inflation beitragen wird.Aus all diesen zugegeben zum Teil subjektiven Darstellungen wuerde ich heute nach wie vor an der Seitenlinie stehen bleiben, zumindest was Investitionen angeht. Bei einem Durchbrechen der 3600 im DAX koennte man auf einen DAX bei 2350 spekulieren, bei einem Ueberschreiten von 3900 auf 4800. Aber die kurzfristigen Trendlinien sind steil, so dass man taeglich pruefen muss, ob die Bindung richtig war. Mehr als 1% Verlustrisiko sollten aber keinesfalls eingegangen werden, so das Hebelprodukte unter Beruecksichtigung der Bonitaet des Emittenten geeignet sein koennten.Auf 24 Monate halte ich Renten finanzstarker und gut bonitierter Unternehmen fuer die richtige Wahl, wobei der Emittent wenig konjunktursensitiv sein sollte. Bei den Agrarrohstoffen sind Getreideprodukte interessanter als Oelprodukte. Auf der Suedhalbkugel gibt es bereits massive Trockenschaeden und die osteuropaeischen Anbaugebiete leiden unter einer extrem schlechten Bestellung im vergangen Herbst. Das spricht tendenziell fuer steigende Preise beim Getreide. Allerdings muss man wissen, dass ab circa 200 EUR/t beim Weizen eine produktive Flaeche zusaetzlich mit dem Anbau beginnen wuerde, die die Welterntemenge um rund 300 Millionen Tonnen erhoehen wuerde (die vom Klima bedingten Schwankungen liegen bei rund 150 Millionen Tonnen). Somit wuerde ich tendenziell einen Zielkurs beim Weizen von 160 bis 180 EUR/t sehen.Sehr subjektiv diesmal, und nicht so strukturiert wie sonst. Aber es ist auch sehr schwierig in diesen Zeiten ueberhaupt etwas zu prognostizieren...
Zitate rund um die Boerse, Boersenkurse oder die Wirtschaft im Ganzen gibt es wie Sand am Meer. Der so genannte Schweinezyklus kennzeichnet dabei das staendige Auf und Ab an den Maerkten fuer Schweinefleisch. Aber im Gegensatz zu dem Auf und Ab an den Boersen der letzten Wochen basiert der Preis fuer Schweinefleisch auf der Angebotssituation. Und da Fleisch nur begrenzt haltbar ist, eignet sich dieser Sektor der Agrarwirtschaft nur begrenzt fuer Spekulanten.Das Versuchsdepot ist derzeit leer. Und so denn man die Stoppkurse beachtet hat, duerfte ein ordentlicher Gewinn gesichert worden sein, den man derzeit am besten im Festgeld parken sollte, vielleicht mit Faelligkeit in 2009, so dass lediglich 25% Abgeltungsteuer anfallen (haengt natuerlich vom eigenen Steuersatz ab). Aber wie bei Zertifikaten gilt auch hier: Bonitaet der Bank beachten. - Engagements lohnen sich aus meiner Sicht derzeit nicht, es sei denn, man spielt mit einem hoechstens 1%igen Verlustrisiko auf fallende Indizes in Deutschland, Europa oder den USA. Und solange jede Woche eine neue Sau durchs Boersendorf getrieben wird, ist man lieber Zuschauer als getriebene Sau. Langsam kritisch wird es aber fuer Investments, die langfristig gehalten werden sollen, um spaeter mal die Rente oder Ausbildung der Kinder zu finanzieren. Hier entsteht langsam Druck durch die Abgeltungsteuer. Aber nun zu den Schweinen: Nach zwei Wochen Urlaub in einem Teil von Afrika, wo Schweinefleisch verpoent ist, laesst sich der Blick auf die Sauerei schaerfen. Die nachfolgende Liste von Begriffen, Vermutungen und Stichwoertern soll als Gedankenstuetze dienen, um sich im chaotischen System der Fallgruben, Fangnetzen, Schwanenhaelsen und Dolchen bewusst zu werden. Natuerlich ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.ABS-Verbriefung, Zwangsversteigerung, Inflation, Carry-Trades, Hedge-Fonds, Leerverkauf, Immobilienblase, Spekulanten...Auch die Agrarrohstoffe und Aktien von Unternehmen, die in diesem Sektor taetig sind, sind gewaltig unter die Raeder gekommen. Eine der Hauptursachen duerfte in den Aufloesungen von Spekulativen Kontrakten zu suchen sein. Hedge-Fonds verkaufen jede Asset-Klasse, ohne Ruecksicht auf Verluste, um Cash zu generieren. Der Preis fuer Weizen z. B. liegt derzeit in Paris bei rund 140 EUR/t und ist damit unter die europaeischen Produktionskosten gefallen. Das Angebot ist zur Zeit hoch, da die Ukraine und Russland ausserordentlich gute Ernten vorzuweisen hatten, und vor allem die Ukraine derzeit extrem auf Devisen angewiesen ist. Hinzu kommt, dass die europaeische Ernte erstmalig die seit Jahren zwangsweise stillgelegten Flaechen wieder beerntet hat, so dass neben der ertragreichen Ernte auch ein Flaechenzuwachs von rund 10% den Markt belastet. Die Spekulanten duerften inzwischen den Markt ueberwiegend verlassen haben, so dass der Preis die kurzfristige Angebotslage widerspiegelt.Aber an den starken Wachstumsraten der Volkswirtschaften der Schwellenlaender, vor allem China, wird sich mittelfristig nicht viel aendern, selbst wenn die Weltwirtschaft rezessive Tendenzen aufweisen sollte. Und da sich Angebot und Nachfrage bei den Agrarrohstoffen in etwa die Waage halten und es weltweit keine ueppigen Lagerbestaende gibt, duerften schon geringe Nachfragesteigerungen zu Preissteigerungen fuehren. Auch fuehrt der reduzierte Rohoelpreis nicht zu einer unmittelbaren Verringerung der Produktion von Bio-Energie. Viele Anlagen sind als Black-Box konzipiert und finanziert worden und werden die kommenden 10 bis 20 Jahre weiter laufen. Und auch durch die politischen Massnahmen, die im Kontext des so genannten Klimaschutzes aufgelegt wurden, werden weiter abgefragt (kein Wunder, bekommt doch bei der KfW jeder Geld).Und auch die Produktionskosten sprechen eher fuer wieder steigende Preise, denn diese sind bisher weder beim Duenger und Pflanzenschutz noch bei den Investitionsguetern gesunken. Im Gegenteil: Investitionsgueter sind nach wie vor knapp (Spritzen, Schlepper und Bodenbearbeitung weisen teilweise Lieferzeiten von mehr als einem Jahr auf) und deutlich teurer als vor Jahresfrist. Und trotzdem sind alle beteiligten Unternehmen unter die Raeder gekommen, zumindest hinsichtlich der Boersenkurse.M. E. wird diese Sippenhaft noch andauern, und sich mit jeder neuen Sau, die durchs Dorf getrieben wird, erneut zeigen. Also kein guter Zeitpunkt fuer den Einstieg.Die Sau Konjunkturprogramm in Deutschland, bei der 50 Mrd. Euro unter die Leute gebracht werden sollen, gehoert auch dazu. Neue Schulden braucht das Land, um diesen Wahnsinn zu finanzieren. Dabei ist Deutschland ohnehin im Vergleich zu anderen Staaten viel zu hoch verschuldet, ohne dass man den 700 Mrd. Euro teuren Regenschirm einbeziehen muesste.Die Sau Niedrigzinsen ist so richtig fett, also gefaehrlich. Japan hat seit einer Ewigkeit extrem niedrige Zinsen, ohne dass es der Wirtschaft massgeblich geholfen haette. Stattdessen steigt die Geldmenge und damit die Inflationsgefahr. Und das viele Geld rennt rund um den Globus (Carry-Trades) und zeigt am Yen-Kurs der letzten Wochen, welche gewaltigen Volumina dahinter stehen muessen. Dagegen sind die Regenschirme der Politiker nicht mehr als der sprichwoertliche Tropfen auf den heissen Stein. Und die Amerikaner holen derweil wegen der fehlenden Mittel zuhause das Geld aus der Welt zurueck, was man am Dollarkurs und den osteuropaeischen Maerkten sehen kann. Noch ein Ferkel somit, aber vielleicht bald die naechste Sau ist damit das US-Handelsdefizit, welches sich in den letzten Jahrzehnten nur deshalb nicht negativ ausgewirkt hat, weil die Assets der Amerikaner im Ausland um ein Vielfaches hoeher gewesen sind.Neben der amerikanischen Sau Immobilienblase gibt es auch eine Europaeische, die auch noch ein Ferkel ist. Die Blase laesst gerade vor allem in England und Spanien die Luft ab, die das Ferkel zur Sau werden laesst. Kuerzlich war im Handelsblatt zu lesen, dass es vor allem deutsche Banken sind, die dortige Immobilien finanziert haben.Die Sau Staatsgarantie fuer Einlagen bei deutschen Banken sollte auch erhebliche Bauchschmerzen bereiten. Der Staat kann im Falle des Falles die Garantie wohl nur durch das Drucken von frischem Geld erfuellen.Und was passiert eigentlich wenn? Jede Sau zieht eine neue, uebel riechende Dunstwolke hinter sich her...Nun darf man nicht alles nur Schwarz malen. Deutschlands groesste Anlegerzeitung, die BILD, schreibt immer haeufiger von Schwarzen Boersentagen (gibt es eigentlich noch Wochentage, die nicht schwarz waren). Das erinnert an den Internethype vor dem Platzen der zugehoerigen Blase. Vielleicht ist das ein Indikator, dass in absehbarer Zeit ein Ende der Abwaertsbewegung kommt. Und auch Grossinvestoren wie Herr Buffet deckt sich mittlerweile wohl ein, was angesichts des Volumens nur Schrittweise erfolgen kann, aber auch ein zumindest nicht negatives Signal ist.Aber kurzfristig wuerde ich eher Claus folgen: Naechstes Ziel 3600, und dann Richtung 2200. Das Window-Dressing zum Jahresultimo duerfte in diesem Jahr wohl baerish ausfallen...
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